Einwohnerzahl:
142
davon männlich: 70
davon weiblich: 72
Alle Angaben Stand: 01/2006*
*Quelle Stadtverwaltung Roding


Stadtauswärts Richtung Norden hat sich die Ortschaft Oberkreith vom bescheidenen Bauerndorf zum einladenden Wohngebiet entwickelt. Mit einer guten Infrastruktur, der zentralen Lage und Nähe zum Bahnhof bietet Oberkreith ländliche Idylle und Wohlfühlcharakter, aber auch moderne Lebensqualität.

War Oberkreith früher von landwirtschaftlichen Anwesen geprägt, so finden sich heute neben den Gewerbebetrieben vor allem gepflegte Eigenheime, die von den verschiedenen Generationen bewohnt werden.



Eine bewegte und nicht alltägliche Historie hat Oberkreith aufzuweisen. Eine Überraschung erlebten im Mai 1963 die Straßenbauarbeiter, als sie hier auf Bergwerkstollen stießen. Nachforschungen ergaben, dass im Juli 1795 auf dem Hof von Tobias Weindler die Geschichte ihren Anfang nahm. Beim Brunnenbau half ein Vetter namens Veit Dierl mit, der ein Berghäusler war. Ihm fielen die Schwarzfärbung der ausgegrabenen Tonerde und der sauere Geschmack des Wassers auf. Tonproben ergaben einen beträchtlichen Alaun-Anteil.

Alaun war damals das bekannteste und wichtigste Tonerdesalz, jedoch nicht so häufig in der Natur vorkommend. In Bayern und im kurpfälzischen Lande war kein einiges Alaunvorkommen bekannt. Veit Dierl wurde Lehenträger und das oberste Berg- und Münzmeisteramt München übertrug ihm die Bergbaurechte in Oberkreith auf allen Feldern, Wiesen, Gärten und Gehölzen. Die Grundstückseigentümer mussten sich dies gefallen lassen, hatten zudem mit Holzlieferungen Unterstützung zu leisten. Nach euphorischen Anfängen wurde der Grubenbau in Angriff genommen. Drei Stollen wurden aufgefahren. Die Bergbehörde, das Arbeitstempo und die mangelnde Erfahrung im Alaunabbau erschwerten die Erzförderung. Schließlich galt das Alaun-Bergwerk in Oberkreith laut Bergordnung im Juni 1819 als „ins Freie verfallen“ und seit 1832 die Hüttengebäude abgebrochen wurden, konnten auch die Grundherren wieder aufatmen. Somit geriet das Alaunvorkommen wieder in Vergessenheit.



Ein großer Tag für Oberkreith war sicher auch, als die Eisenbahn nach Roding kam. Am 07. Januar 1861 wurde der Streckenabschnitt Schwandorf – Cham eröffnet mit einer Lok samt Tender, zwei Peronenwägen und einem Güterwagon. Die Gemeinden Roding und Mitterdorf mussten Mittel bereitstellen und praktische Arbeit in Form von Hand- und Spanndienst leisten. Wegen der weiten Entfernung aus der Stadt zum Bahnhof ohne Straßenverbindung wurde gemunkelt den Bahnhof nach der nahe gelegenen Riebeisenmühle zu benennen. Im Jahr 1863 waren nur zwei Bahnbedienstete vor Ort.

Der Güterabgang vom Bahnhof zeigte im Jahr 1880 das Vorherrschen von Getreide, Holz und Steinen. Besonders die Holzwirtschaft erfuhr eine erhebliche Belebung durch den neuen Verkehrsweg. Wenn auch die Bahn in den ersten Jahren vielfach zurückhaltend angenommen wurde, gehörte sie doch bald zum täglichen Leben und eröffnete viele bislang unbekannte Möglichkeiten. Mit dem Massenverkehrsmittel hielt auch die termingebundene Eile Einzug in die Beschaulichkeit des Tagesablaufs.



Geselligkeit trägt Schützenverein „Waldeslust“ in Oberkreith
Als Garant für das gesellschaftliche Leben in Oberkreith gilt der Schützenverein „Waldeslust“. Die Gründungsversammlung fand am 13. Februar 1954 statt. Weil bereits vier Wochen später die Vorstandschaft zurücktrat, fanden am 14. März erneute Wahlen statt. Josef Hoyda übernahm das Amt des ersten Schützenmeisters. Wegen geringer Nachfrage ruhte der Verein von 1958 bis 1964. Mit der Planung und dem Bau des KK-Schießstandes im Jahr 1965 erlebte der Schützenverein einen neuen Aufschwung.

Seither fanden viele Christbaumversteigerungen, Gaumeister-schaften, Königs-schießen, Ausflüge, Preisschafkopfturniere und Kameradschaftsabende statt. Anfang der achtziger Jahre wurde die KK-Schießanlage völlig neu gestaltet und forderte hier den Einsatz der Mitglieder mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden. Inzwischen hat sich das dreijährig stattfindende Kleinkaliber-Pokalschießen gut etabliert. Für die Kameradschaftspflege bieten Grillabende, Sommernachtsfeste und das traditionelle Schlachtschüsselessen einen schönen Rahmen im geselligen Miteinander. Viel Wert wird auch auf eine gute Jugendarbeit gelegt. Sie bildet das Fundament des Vereins und sichert die Zukunft.

Die Oberkreither halten zusammen und pflegen Traditionen. Am schönen Dorfkreuz veranstalten sie alljährlich Maiandachten und Straßenfeste.



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